Megafauna 
In Europa würden noch heute zahlreiche Großtiere leben, hätte der Mensch diese nicht im Lauf der Jahrtausende ausgerottet. Darunter Mammut, Altelefant, Nashorn, Steppenwisent, Waldwisent, Riesenhirsch, Europäischer Esel, Wildpferd, Elch, Auerochse, Europäischer Büffel, Wildschaf, etc. Langsam beginnt man zu verstehen: Durch den Einfluss der Pflanzenfresser würde es in Deutschland kaum zusammenhängende Wälder geben, sondern vielfältige, mosaikartige Landschaften aus Wiesen, Gehölzen und Wäldchen. Lebensraum auch für all jene Tier- und Pflanzenarten, die heute als "Offenlandarten“ mit ungeklärter Herkunft gelten.
 

Flughund als Hochdecker
Der Nacktrücken-Flughund Dobsonia crenulata aus Sulawesi gehört trotz einer Spannweite von bis zu einem Meter und einem halben Kilo Gewicht zu den besonders „heimlichen“ Flughunden. Der über dem behaarten Rücken zusammengewachsene, „durchgehende“ Flügel ist ihr Gattungsmerkmal. Ähnlich einem Hochdecker sind sie zu langsamem Flug befähigt. Nacktrückenflughunde nutzen dank ihrer speziellen Flügelkonstruktion auch dichte Wälder als Lebensraum, in die andere, große Flughunde kaum vordringen können.

Eselsohr
Auf den Großbaustellen der Menschheitsgeschichte waren Esel im Einsatz - von den Pyramiden von Gizeh, über den Kölner Dom bis zu Atomkraftwerken in Asien. Jesus, Moses und Tutanchamun werden als Kinder wohl oft auf einem Esel gesessen haben. Kleopatra liebte Bäder in Eselsmilch, einen "Goldesel" hätte jeder gern, viele benutzen "Eselsbrücken" und "Eseleien" sind uns peinlich. Der größte Konkurrent des Esels ist zunächst das Fahrrad, der "Drahtesel". Dann kommt das Auto. Während die letzten Wildesel heute ums Überleben kämpfen, kommt auch manche Hausesel-Rasse auf die Rote Liste.

Schildkrebse aus Südspanien
Zwei eitragende Weibchen des Sommerschildkrebses Triops cancriformis, gefunden im Guadalquivir-Schwemmland im spanischen Andalusien. Das gefleckte Tier stammt aus einer Seige am Wegrand, die klares Wasser führte. Das einheitlich beigebraune Exemplar lebte in einer Senke, in der vor allem Flutender Hahnenfuß Ranunculus fluitans blühte. Hunderte Schildkrebse hatten das Wasser zu einer trüb graubraunen Brühe aufgewühlt. Sind die augenfälligen Unterschiede auf die verschiedenen Umweltbedingungen in den beiden Pfützen und damit auf einen Zufall zurückzuführen oder sind sie Ausdruck zweier verschiedener evolutiver Linien?